Brautkleid, Teil 1

-Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen Bezugsquellennennung-

Ich habe was zu verkünden.

Wie ich bereits in ein oder zwei Posts am Rande erwähnt habe, heirate ich dieses Jahr im Juli. Ganz zentral neben den ganzen anderen „organisatorischen“ Rahmenbedingungen ist da natürlich die Frage nach dem Kleid. Welche Farbe, welcher Schnitt, mit Spitze, ohne Spitze, lang oder kurz und für mich eben auch die Frage selbstgenäht oder doch lieber gekauft? Denn an diesem einen Tag möchte ich ungern Kompromisse eingehen!

Also stellten sich in letzter Zeit immer wieder konkret die Fragen: Was steht mir? Worin fühle ich mich wohl? Was soll das Kleid erfüllen? Welche Schnitte kämen in Frage? Passen diese Vorstellungen auch zu den Rahmenbedingungen der Hochzeit? Wie groß ist der Aufwand? Würde ich mir das Nähen zutrauen? Habe ich die Fertigkeiten dazu? Was wenn alles schief geht? Und dieses was wenn alles schief geht, liegt mir wirklich schwer im Magen. Denn gefühlt ist mit dem passenden Brautkleid ein ganz schöner Erwartungsdruck von außen verbunden. Schließlich sind an dem Tag die Augen fast ausschließlich auf das Brautkleid und die sich darin befindene Braut, also mich, gerichtet. Und das mag ich überhaupt nicht. Umso größer ist also mein Anspruch, dass das Kleid auch wirklich in meinem Sinne perfekt ist, um auch mutmaßlich kritischen Beäugern die Stirn bieten zu können.

Verliebte

Nun ist es so, dass die Suche nach einem Kaufbrautkleid schwieriger ist als ich zunächst dachte. Allein der Gedanke an diese künstliche Situation, von der Verkäuferin in all ihrer Euphorie mit ihren Verkaufsargumenten berieselt zu werden, versetzt mir ein mulmiges Gefühl. Habe ich solche Situationen bereits immer beim spontanen Kleidungskauf vermieden. Aber hier, wäre ich ja in der Situation gefangen, könnt ihr meinen wirren Gedanken soweit folgen?  In Brautmodegeschäften muss zudem meistens erst ein Termin für eine Anprobe vereinbart werden, jedoch habe ich garnicht die Zeit dazu in die nächstgrößere Stadt zu juckeln und mir einen festen Termin für sowas geben zu lassen. So etwas muss ich auch spontan und flexibel nach eigener Gemütsstimmung machen können. Generell kommt es zudem nicht nur auf meinen Zeitplan sondern auch auf den der anderen Begutachterinnen an. Denn Zweitmeinungen sind mir dabei ebenfalls wichtig. Nein, die Zweitmeinung der Verkäuferin zählt hierbei nicht :) Und der dritte nicht ganz zu vergessene Punkt ist, dass die Preise in Brautmodegeschäften exorbitant hoch sind. Zudem sind die Kleider häufig sehr ausgefallen und verspielt, was ich mir nicht an mir vorstellen kann. Ist online kaufen eine Option? Online gibt es lange Lieferzeiten, häufig mindestens einen Monat. Und immer bleibt das Risiko, dass alles was bestellt wurde murks ist und zurück muss, die Suche somit von vorne beginnt. Da können schonmal ganz schnell zwei Monate oder mehr mit verplempert werden, im schlimmsten Fall ohne einen Schritt weiter zu sein. Und dann wird die Zeit knapp und der Stress beginnt erst recht. Zudem müsste ich da ständig in Vorkasse treten und diese finanziellen Rücklagen habe ich nicht.

Ihr seht, eine Fülle guter Gründe darüber nachzudenken das Brautkleid selber zu nähen. Könnte ich doch so alles ganz gemütlich von zu Hause aus steuern. Günstiger wird es im Zweifelsfall auch noch, da kommt es aber natürlich darauf an, wo man anfängt zu messen… Ich könnte es ganz nach meinem Geschmack und den Gegebenheiten der Hochzeit anpassen. Und individueller geht es wohl nur noch, wenn ich auch  noch den Schnitt selbst entwerfen würde aber nein, das dann doch nicht. Ich finde den Gedanken mir mein Brautkleid selbst zu nähen ja schon sehr mutig. Unter anderem da ich einfach noch nicht so lange am Nähen bin und ich mich immer noch zu den Anfängern zähle. Gibt es wohl selten Ergebnisse, bei denen mal alles 100%ig so wird wie es werden soll. Da ist so ein Brautkleid schon eine große Herausforderung, die selbst erfahrene Näherinnen aus bewussten Gründen nicht auf sich nehmen. Und meine Angst vorm Scheitern ist groß. Sehr groß sogar. Aber die Herausforderung kitzelt so sehr in meinen Händen. Ich muss sagen ich kann einfach nicht anders. Ein Kleid zu kaufen würde sich schlichtweg falsch anfühlen, zu unpersönlich, zu einfach. Und wann bitte in meinem Leben bekomme ich denn nochmal die Chance mein Brautkleid zu nähen? Richtig, hoffentlich garnicht. Dann ist es richtig mich für das selber nähen zu entschließen oder es zumindest zu versuchen. Aufgeben kann ich immer noch. Meine Erfahrungen in diesem Mammutprojekt möchte ich natürlich mit euch teilen und genau aus diesem Grund habe ich beschlossen eine Beitragsreihe dazu zu starten. Regelmäßig am Donnerstag werdet ihr hier auf meinem Blog einen Beitrag zu dieser Reihe lesen können.

Ich bin wahnsinnig gespannt und ganz aufgeregt auf das ganze Projekt und freue mich über eure rege Beteiligung! Wie sieht es bei euch aus? Würdet ihr oder habt ihr vielleicht sogar euer Hochzeitskleid selbst genäht? Was hat euch vielleicht davon abgehalten? Würdet ihr heute anders entscheiden? Ich bin wahnsinnig gespannt auf eure Antworten darauf. :)

Nächsten Donnerstag erfahrt ihr meine persönlichen Erwartungen und Wünsche an mein Kleid und mehr Hintergrund zur Hochzeit insgesamt!

Liebste Grüße,
eure Sarah

9 Antworten auf „Brautkleid, Teil 1

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