Nähziele für das zweite Halbjahr; 1/2

-Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen Bezugsquellennennung-

Hallo ihr Lieben,

wenn ich lange an etwas nähe dann motiviert mich zum Fertigstellen nicht immer nur der Fortschritt, den das Projekt auf dem Nähtisch macht. Oft ist es auch der Gedanke an die ganzen neuen Ziele und Nähaufgaben, die ich danach angehen kann.

Die Sache mit der Motivation

So war es, dass ich während meines Langzeitprojektes „Brautkleid“ schon große Freude dabei hatte, mir im Kopf zurecht zu legen was ich danach wieder alles nähen kann. Versteht mich nicht falsch, es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht am Brautkleid zu nähen. Zudem war es eine riesige Herausforderung, die ich gemeistert habe und bei der ich so wahnsinnig viel gelernt habe. Ich musste mich vor allem mit Passformänderungen intensiv auseinander setzten. Etwas mit dem ich mich dieses Jahr sowieso beschäftigen wollte (siehe Pläne für 2018), aber nun mehr oder weniger musste. Trotz dessen fehlte mir aufgrund des straffen Zeitplans die Zeit für andere Projekte. Wer auf meinem Blog schon ein wenig länger stöbert, hat vielleicht bemerkt, dass ich gerne mehrere unterschiedliche Sachen gleichzeitig nähe. Für mich bedeutet das Abwechslung. Es ist die Freiheit, immer wieder wählen zu können und nach Lust und Laune zu nähen, damit ich beim Nähen nicht die Lust verliere und ein Teil unbeendigt liegen bleibt.

Fragen zum Beitrag

Da 2018 nun zur Hälfte vorbei ist, fand ich es spannend für mich mal zu schauen, was für Ziele ich mir Anfang des Jahres gesteckt habe und was dabei bereits schon umgesetzt wurde. Hat sich hier etwas geändert? Was brauche ich und möchte ich mir noch nähen? Welche „Investitionen“ möchte ich in diesem Jahr noch tätigen? Wie kann ich meine Ziele mit den geplanten Nähprojekten vereinen? Das sollen meine Leitfragen dabei sein. Diese Woche möchte ich gerne zu den Anfangsplänen zurückblicken. Nächste Woche geht es dann darum, was nach der Hochzeit noch so alles anstehen und genäht werden wird.

Ein kleiner Rückblick

Anfang des Jahres war ich immer noch absolute Nähanfängerin. Eine Overlock ist in meine Nählandschaft eingezogen und hat mir beim Nähen mit Jersey schon gute Dienste geleistet. Das Ziel mich intensiv mit der Overlock zu beschäftigen ist bislang nur mäßig gelungen. Auch wenn ich sie schon oft benutzt habe, habe ich mich mit den unterschiedlichen Stichen und Einstellungsmöglichkeiten noch nicht wirklich auseinandergesetzt. Weiterhin hatte ich noch keine Erfahrungen mit dem Anbringen von Ösen und Kamp Snaps. Beides habe ich nun schon ein paar Mal gemacht. Besonders vor dem Ösen anbringen hatte ich ein bisschen Respekt. Mittlerweile ist das kein Problem mehr. Was ich noch nicht gemacht habe sind Knopflöcher. Ich habe es ein paar Male auf einem Probestoffstück ausprobiert. Die Ergebnisse waren furchtbar. Ich habe fast die Vermutung, dass das an meiner Nähmaschine und dem Stichbild liegt. Werde aber auch hier noch mehr üben und ausprobieren müssen, um das ernsthaft beurteilen zu können. Mit dem Anpassen von Kleidung habe ich mich im Rahmen des Brautkleidprojektes angefangen zu beschäftigen. Hier gibt es noch immer viel zu lernen und auszuprobieren.

In Sachen Nähprojekte wollte ich an unterschiedlichen Sew Alongs, sowie dem Quilt Along teilnehmen. Insbesondere die Schnitte „Kleid Dira von Prülla“ und „Miss Wickelkäfa von Käfachen – Mit Hand und Herz“ hatten es mir zu Anfang des Jahres angetan. Im Quilt Along hänge ich derzeit ganz schön nach. Hier gilt es drei Monate nachzuholen. An diesen Sew Alongs habe ich bereits teilgenommen: Morgenmantel Sew Along von Muriel, Homewear Sew Along. Der Sew Along #Naehdirwas von kathastrophal, meinfeenstaub, sowie KuneCoco läuft noch. Auch bin ich bei der von Chrissy ins Leben gerufenen Aktion 12x memade, die jetzt bei Muriel weiter läuft, dabei. Den Kleiderschnitt Dira von Prülla habe ich zweimal genäht. Das schwarze wie auch die blaue Variante mit Muster trage ich sehr gerne. Den Schnitt von Käfachen habe ich noch nicht genäht. Da ich noch zwei oder drei Hoodie Schnitte habe, die ich noch nicht genäht habe, wollte ich mir hier auch erstmal keinen weiteren kaufen und erstmal die verwenden, die ich habe. Eine Aktion die weniger mit dem Nähen aber mehr mit mir und dem Bloggen zu tun hat, ist „Fünf Fragen am Fünften“ von Nic. Hier beantworte ich seit Februar diesen Jahres jeden Monat aufs Neue fünf Fragen über meine Person. Ich finde das ist eine tolle Abwechslung für mich zum Schreiben und für euch zum lesen. Zudem ist es immer wieder interessant die Person hinter einem Blog näher kennenzulernen.

Ich habe innerhalb dieses halben Jahres unglaublich viel gelernt. Über mich und meine Gewohnheiten, meine Zeiteinteilung und Vorgehensweise beim Arbeiten. Persönlich  habe ich mich viel weiterentwickelt, indem ich neue Herausforderungen eingegangen bin, diese geschafft habe und an dem Erfolg gewachsen bin. Mein Selbstbewusstsein ist gestiegen, durch das Nähen habe ich einen anderen Blick auf meinen Körper bekommen und schließlich auch mehr Akzeptanz für diesen entwickelt. Ich fühle mich seitdem zufriedener mit ihm, weil ich ihn nicht zuletzt durch Fotos auch von den schönen Seiten sehe. Ich habe mich in Geduld und Frustration geübt und wurde am Ende mit den Ergebnissen belohnt, sodass ich mich manchmal fragte, das hast wirklich du genäht? Die Grundlagen des Nähens habe ich verbessert. Meine Nähergebnisse werden von Projekt zu Projekt sauberer. Ich habe ein gewisses Verständnis von Schnittmustern und der Stoffverarbeitung erlangt. Dadurch fange ich mittlerweile an bereits vor dem Nähen Vorstellungen von dem fertigen Projekt zu entwickeln und kann hier bereits Einfluss auf das Ergebnis nehmen. Das wäre vor einem halben Jahr noch nicht denkbar gewesen. Gerade beim Thema Passformänderungen stellt dies eine Voraussetzung dar. Die Schnitte, die ich genäht habe sind teilweise auch schon herausfordernder gewesen und mir gelungen. Ich habe erste Erfahrungen mit dem Nähen mit Futter gemacht und auch das Einnähen von nahtverdeckten Reißverschlüssen beherrsche ich mittlweile sicherer.

Ganz nebenbei habe ich auch meine Kenntnisse, die man für alles was hinter dem Blog schreiben passiert enorm erweitert. Cookies? Impressum? Schlagwortwolken? Themes? Sidebar? Footer bearbeiten? Datenschutz? Admineinstellungen? Reader? Affiliate Links? Ich wusste nie genau etwas mit diesen Begriffen anzufangen beziehungsweise wie man so etwas einstellt und verwaltet. Nicht zuletzt hat mich die DSGVO dazu gezwungen mich hiermit auseinander zu setzen. Eine ihrer positven Begleiterscheinungen.

Für ein halbes Jahr ist das eine unglaubliche Fülle an neuen Informationen, Kenntnissen und Fähigkeitserweiterungen, die mehr oder weniger „nebenbei“ passieren. Mittlerweile möchte ich mich als fortgeschrittene Anfängerin bezeichnen und freue mich darauf noch mehr auszuprobieren. Was ich mir für dieses halbe Jahr noch so vornehme, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Eure Sarah!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.