Auf dem Holländischen Stoffmarkt

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Moin!

Zum ersten Mal war ich auf dem Holländischen Stoffmarkt in Hannover. Ich habe bei so vielen Bloggern von ihren Besuchen gelesen, dass ich mir das auch gerne mal anschauen wollte. Es schien mir so als herrsche da eine ganz besondere Atmosphäre und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Erst dachte ich, dass der Markt ja garnicht so groß sei wie ich ihn mir vorstellte, doch irgendwie kam nach dem einen Stand immer ein nächster. Es gibt dort also viele Stände, mit einem sehr vielfältigem Angebot: Über Kurzwaren sämtlicher Ausführungen, Applikationen, Schnittmuster, Zubehör zum Abändern und Erstellen von Schnittmustern, Nähzubehör, Nähmaschinenaussteller, fertige Kleidungsstücke und Stoffe sämtlicher Qualitäten und Arten war so einiges vertreten. Ganz gemütlich sind mein Mann und ich in der ersten (dreieinhalbstündigen) Runde an allen Ständen vorbeigeschlendert. Mit System, damit wir auch alle Seiten der Stände begutachten konnten. Was mir besonders dabei gefallen hat ist, dass ich so viele Händler kennengelernt habe.

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Erst nach einer Pause beim Mittagessen in einem naheliegenden vietnamesischen Schnellrestaurant gingen wir wieder aufgetaut weiter in die zweite Runde. Es war wahnsinnig kalt, meine Fußzehen taten mir am Abend noch weh, so sehr habe ich gefroren. Aber es hat Spaß gemacht und die Zeit verflog ganz nebenbei, währenddessen wir unsere Favoriten aufsuchten. Der Stand von Traumbeere zum Beispiel hatte eine unglaublich schöne Auswahl mit Stoffen von sehr guter Qualität. Die Preise mit Sicherheit etwas höher als an manch anderen Ständen, aber definitiv ihre Sache wert. Es gibt doch einige Stände von denen ich niemals was gekauft hätte, weil sich die Stoffe einfach schon so sehr nach Plastik angefühlt und chemisch gerochen haben; da muss man schon sehr genau gucken.

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Bei Traumbeere habe ich jedoch keinen einzigen Stoff gefunden, der so war. Einen bestimmten Stoff hatte ich da besonders im Auge gehabt, aus dem ich mir gerne eine Pyjamahose genäht hätte: Einen hellgrauen French Terry artigen Stoff (so genau weiß ich das nicht mehr) mit wahnsinnig süßen Elefanten, die Herzen aus ihren Rüsseln pusten. Verziert mit ein paar Sternen. Habe ich mich verliebt in diesen Stoff. Scheinbar nicht nur ich, denn es war am Ende nicht mehr genug für eine Hose da, sodass ich die Reste schweren Herzens da ließ. Aber es hätte einfach eine lange Hose daraus werden müssen, etwas anderes, wäre dem Stoff nicht gerecht geworden, kennt ihr das? Vielleicht habe ich noch Glück und finde ihn irgendwann nochmal, oder sie bekommen ihn wieder rein… ich habe ihn jedenfalls nach 7stündiger Recherche im Internet nicht wieder gefunden…

Zwischenzeitlich sah es dann so aus, als hätte mein Mann mehr für sich gefunden als ich für mich. Denn währenddessen er schon vier Stoffteile mit sich trug, war es bei mir gerade Mal einen Meter Webband. In der letzten Runde fand ich dann noch einen schönen Leinenstoff in dunkelblau, den ich im nächsten Jahr für ein konkretes Projekt brauche. Und dann war da noch der eine Stand, den wir uns in der ersten Runde nicht genau angesehen haben, weil die Stoffe von den Kunden zu einem riesigen Wühltisch durcheinandergeschmissen wurden… Mittlerweile hatten die Verkäufer alles wieder zusammengelegt und somit konnte ich auch einen Überblick über das Angebot kriegen. Schöne Qualität für einen Wahnsinnspreis. Zwei 150×150 Stücke Stoff für einen Preis von 10 Euro. Selbst kombinierbar! Da habe ich dann auch glatt sechs Stoffe gefunden. Das allerschönste: Alles Stoffe, die zu meinen nächsten Projekten passen, also keine unüberlegten Spontankäufe oder einer dieser „Jetzt muss doch aber noch was für mich dabei sein – Käufe“. Das habe ich mir schon ganz gut abtrainiert. Hier eine Übersicht über die Stoffe, die wir gefunden haben. Erst die Stoffe meines Mannes, die unteren blau/schwarzen sind meine:

Somit war der Stoffmarkt am Ende ein nicht nur ausbeutemäßig mehr als erfolgreicher, sondern auch ein geldbeutelschonender Besuch. Die Atmosphäre auf dem Markt ist mit Sicherheit besonders. Ich kenne das von anderen (deutschen) Märkten wenig. Hier wurde teilweise auch noch verhandelt. Die Grundstimmung war sehr positiv, die Menschen gut gelaunt und Unterhaltungen aufgeschlossen, wobei es auch die ein oder anderen KäuferInnen gab, die ihre Ellenbogen ordentlich ausfuhren oder teils doch recht rüde zu den VerkäuferInnen waren. Letzteren kommt man dann nicht so nah. ;)

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Ward ihr auch schon mal auf einem Stoffmarkt in eurer Nähe? Wie habt ihr euren Besuch erlebt? Alleine für das zwanglose Schlendern fand ich den Tag wirklich nett und könnte mir vorstellen, nochmal einen solchen Markt zu besuchen.

Näht fleißig,
eure Sarah

 

2 Antworten auf „Auf dem Holländischen Stoffmarkt

  1. Ich war schon des öfteren auf dem Stoffmarkt. Ich mag es wie die Besucher durch den Markt schlendern und ihre Beutestücke in den Tüten und Taschen davon tragen. Selber, habe ich nicht viel gekauft. Aber die Atmosphäre war klasse.
    Hab ein schönes Wochenende
    Andrea

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