Fünf Fragen am Fünften – Dezember

-Beitrag enthält unbeauftragte, unbezahlte Werbung wegen Bezugsquellennennung-

Hallo ihr Lieben,

zum letzten Mal in diesem Jahr hält Nic fünf Fragen bereit und ihr könnt es euch denken, es geht auch um das Weihnachtsfest. Doch ich kann jetzt schon mit Freude verraten, nächstes Jahr wird die Aktion weiter gehen und ich denke ich werde wieder mit dabei sein. Ich finde es ganz schön mal über was anderes zu schreiben als über das Nähen und so ein bisschen Abwechslung auf den Blog zu bringen. Für euch ist es vielleicht ebenso spannend ein bisschen mehr über „die Person dahinter“ zu erfahren. Ich lese jedenfalls immer gerne auch persönliches auf einem Blog :)

Starten wir mit den Fragen im Dezember, dieses Mal waren sie für mich zum Teil sehr persönlich:

1. Was ist das Spießigste, das du besitzt?

Diese Frage konnte ich mir selbst so garnicht beantworten. Also habe ich einfach meinen Mann gefragt. Der fand, dass mein Papierschredder das spießigste ist, was ich besitze. Noch spießiger ist dann wahrscheinlich, dass ich mich wie ein Kleinkind freue, wenn es neues Papier zum schreddern gibt. Denn das mache ich wirklich gerne!

2. Worin bist du so richtig schlecht und das ist vollkommen okay?

Im Milimeter messen. Beim Möbelkauf zum Beispiel gehe ich mit dem Zollstock oder einem anderen Messgerät äußert genau vor. Trotzdem schleicht sich immer wieder der Fehlerteufel ein und am Ende passt es um einen Zentimeter oder bei Holzarbeiten um ein paar Milimeter nicht… Ich habe ja die Theorie, dass sich die Milimeteranzeigen automatischen verändern, nur um mich zu ärgern :D Aber zumindest in Sachen Möbelkauf ist das vollkommen okay, denn da gehe ich mittlerweile nach Augenmaß und das klappt ziemlich gut bei mir. Zumindest lag ich bisher noch nicht falsch damit.

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3. Füllst du gern Tests aus?

Ja das tue ich wirklich gerne, sofern sie nicht mit Noten bewertet werden, wobei ich auch im Studium eindeutig Klausuren vorziehe. Vor allem Ankreuztests finde ich toll. Schon immer mochte ich diese Psychotests, auch wenn ich weiß, dass die Ergebnisse an für sich totaler Mist sind. Aber manchmal macht es eben auch Lust, einfach nur über das Ergebnis zu lachen. Vor allem mit jemand anderem zusammen finde ich es spannend die Fragen zu beantworten, weil man sich dann doch auf eine andere Weise näher kennenlernt und über Dinge zu sprechen kommt, über die man von alleine wahrscheinlich nie gesprochen hätte.

4. Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören?

„Wir haben es geschafft, das bedingungslose Grundeinkommen wurde durchgesetzt!“ Diese Worte möchte ich noch gerne in meinem Leben hören, von unseren Politikern.

5. Was ist für dich an Weihnachten wichtig?

Weihnachten ist so ein Feiertag, an dem ich in beide extremen Richtungen stark polarisiere, was natürlich auch viel mit alten Mustern zu tun hat. Es gibt Jahre, da möchte ich garnichts mit diesem scheinheiligen Fest zu tun haben, in denen sich die Familien zusammensetzen, um sich Dinge zu sagen und Sachen zu schenken, die sie das ganze restliche Jahr über wieder vergessen. Am liebsten möchte ich dann weg fahren und vor der Situation flüchten. Dann gibt es wie dieses Jahr die Seite, bei der ich schon Wochen vorher anfange mich mit Weihnachtsliedern einzustimmen. Mich in Gedanken über mögliche Geschenke verliere, die großen Basteleien anfange, da ich endlich mal für andere kreativ  werden und einfach alles so richtig übertrieben sein darf.

img_3885Weihnachten macht mir vor allem dann Freude, wenn ich die Feiertage mitgestalten darf. Als Kind durfte ich das wenig.  Ich empfand es sehr als Belastung dem Familiengeschehen machtlos ausgeliefert zu sein. Vor allem auch, weil es unter den Erwachsenen viele Spannungen gab, die an solchen Tagen, wo alle zusammen kommen natürlich nicht wegzuzaubern sind. So war Weihnachten immer mit einem Gefühl der Anspannung verbunden, in der jederzeit die Situation zwischen den Erwachsenen eskalieren könnte. Zudem der übermäßige Konsum an Geschenken, die ich garnicht haben wollte und für die ich aber dankbar sein musste. Schon damals fühlte es sich so an als würden sie sich meine Zuneigung erkaufen wollen.  Meine Großeltern hatten hohe Erwartungen an den Tag und waren ärgerlich, wenn wir erst am zweiten Weihnachtstag zu ihnen fuhren, weil das ja nicht mehr „das richtige Weihnachten“ sei. Also taten meine Eltern das ihnen in ihrer Macht stehende Mögliche und es artete in dieser ständigen Hin- und Herfahrerei aus, um rechtzeitig hier und da zu sein. Deshalb reagiere ich da ganz empfindlich, wenn ich Familien sehe oder kennenlerne, die ähnliche Erwartungen stellen. Die es als normal empfinden, dass Weihnachten Stress bedeutet und es einem übel nehmen, wenn man das nicht in Kauf nehmen möchte. Erst letztens habe ich so eine kennengelernt, die sogar worwörtlich gesagt hat: „Weihnachten ist nunmal Stress, für jeden. Da muss man halt durch und darf sich nicht so anstellen“. Dieser Satz war darauf bezogen, dass die Partnerin eines Freundes nicht an Weihnachten  bei seiner Familie sein wollte, weil sie die Feier lieber bei ihrer eigenen Familie sein wollte. Und nein, diese beiden Familien wohnen nicht nah beieinander, es liegen knapp 7 Stunden Autofahrt dazwischen, ich habe nachgeschaut. Gekrönt wurde diese Aussage noch mit dem Satz, dass sie (die Partnerin) ja sowieso keinen Stress habe, weil ihr Freund derjenige sei, der das Auto fährt… Vielleicht ist so leichter zu verstehen, weshalb für mich eine Einladung an Weihnachten bei jemand anderem einer Bestrafung gleicht. Nun ist es nicht meine Familie aber ich habe schlichtweg Angst wieder derart ausgeliefert zu sein. Wer mich kennt weiß, dass ich sehr harmoniebedürftig bin.

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Wenn Weihnachten ein Familienfest sein soll, dann muss es doch mit positiven Gedanken verbunden werden. Die Vorfreude wecken, einen schönen Tag mit seiner Familie verbringen zu können, in der ich mich fallen lassen kann. Stress passt da für mich nicht in das Bild, so ein Weihnachten möchte ich einfach nicht haben. Meine Eltern haben sich in dieser Hinsicht in den letzten Jahren sehr geändert, ich glaube auch deshalb, weil sie durch den Tod meiner Großeltern ihren eigenen Weg wieder finden konnten. Ich bin sehr froh darüber jetzt mit ihnen reden zu können. Ich habe bei mir festgestellt, desto älter ich werde und desto mehr ich mich traue meine eigenen Vorstellungen von meinem Weihnachtsfest durchzusetzen, umso häufiger empfinde ich ehrliche (Vor-)Freude. Ich glaube Weihnachten macht mir erst dann so richtig Spaß, wenn ich selber Gastgeberin sein und somit den Rahmen für die Feier gestalten kann. Denn am wichtigsten an Weihnachten, ist für mich das ganze drumherum: Weihnachtsmarkt, Gerüche, die gemütliche Abendstimmung, die Beleuchtung in den Straßen und die Dekoration bei mir zu Hause. Wenn ich in diesen Dingen gehemmt werde, kommt auch keine Lust auf das Fest auf und ich lande bei dem Bedürfnis, die bestnächste Last Minute Reise zu buchen.

Wie würdet ihr die Fragen für euch beantworten? Ist Weihnachten für euch etwas schönes oder einfach nur Stress und vor allem, wie sieht ein Weihnachtstag bei euch aus? Lasst mir gerne eure Antworten da. :)

Doch jetzt wünsche ich euch erstmal einen guten Start in die Woche!

Alles liebe,
eure Sarah

4 Antworten auf „Fünf Fragen am Fünften – Dezember

  1. Was für ein schöner Post. Ich finde mich in Vielem wieder: Vom Papierschreddern, über bedingungsloses Grundeinkommen, Psychotests und letztlich auch Weihnachten. Meist bin ich Weihnachtsmuffel. Mich ärgert diese aufgezwungene ‚Besinnlichkeit‘ … In allen Geschäften wird auf Weihnachten und „schöne Zeit“ gemacht, dabei geht es dort nur um Konsum. Seit ein paar Jahren haben wir aufgehört, uns Weihnachten etwas zu schenken (meine engste Familie, sprich Partner und meine Söhne). Und somit sitzen wir Heilig abend meist in kleiner Runde zusammen, um einfach etwas schönes zu Essen. Die Besinnlichkeit sollte immer zwischendurch mal im Jahr sein. Das ist viel wichtiger. Ähnlich geht es mir übrigens mit Silvester 😉
    Dir dennoch schöne Feiertage. Ich hoffe Du kannst sie für Dich genau richtig gestalten.
    Liebe Grüße,
    Julia

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    1. Hallo Julia,
      vielen Dank. Schön, dass ich nicht alleine mit diesem Gefühl bin. Ich habe lange überlegt ob ich den Beitrag so persönlich gestalte… Silvester mag ich auch überhaupt nicht… :D
      Für mich ist es einfach viel zu laut. Und ich denke mir jedes Mal was für eine Umweltverschmutzung das ist! In so vielen Bereichen wird gejammert und gesagt wir müssen aufpassen, aber einmal im Jahr darf die Bilanz ordentlich nach oben getrieben werden… verstehe ich nicht. Dieses Jahr sind die Familien zum ersten Mal bei uns gemeinsam. Mal sehen wie das wird. Aber tatsächlich freue ich mich schon drauf. Bin ja auch schon dabei mich einzustimmen :)
      Ich habe ja auch schon ein bisschen auf deinem Blog gelesen wie du deine Weihnachtszeit planst. Ich wünsche dir auch eine angenehme Vorweihnachtszeit.
      Liebe Grüße,
      Sarah

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  2. Wow, deine Gedanke zu Weihnachten… da musste ich ein paar mal schlucken. Nein, Weihnachten muss kein Stress sein und da muss man auch nicht durch. Das führt für mich den Sinn dieses Festes total ad absurdum, wie für dich anscheinend auch.

    Ich wünsche dir von herzen, dass du DEIN Weihnachten findest und feiern kannst.
    Alles Liebe, Nic

    Uns schön, dass du dabei bist.

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    1. Hallo Nic,
      vielen Dank. Ich freue mich sehr, dass die Aktion nächstes Jahr weiter geht. Ich glaube ich werde noch ein wenig über die Jahre experimentieren müssen, wie mein Weihnachten für mich gelingt. Ich denke auch, dass es in Ordnung ist, wenn es dabei immer mal anders ist. Dieses Jahr bin ich tatsächlich zum ersten Mal Gastgeberin und ich freue mich riesig darauf! Die Familie soweit ich das beurteilen kann auch. Es sind gute Voraussetzungen für ein friedliches Beisammensein geschaffen. Hoffen wir also das Beste ;)
      Liebe Grüße, Sarah

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