Ein Jahr Skandinavien & Pläne für 2019

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Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr seid gut und gesund in das neue Jahr gekommen! Ich wünsche euch ein wundervolles Jahr 2019, das euch viele Momente zum Lachen, herzliche Menschen, Gesundheit und die Kraft zum Umsetzen eurer Vorhaben bringt.

Meine Nähpläne

Im neuen Jahr habe ich ein paar andere Pläne als im letzten. Ich habe für mich festgestellt, dass ich aus persönlichen Gründen, wie Bachelorarbeit, anstehendem Umzug und ähnlichem in diesem Jahr mit der Dichte der Beiträge etwas herunterfahren möchte. Ich bin davon überzeugt, dass ich die Beiträge dadurch auch etwas optimieren kann, wenn ich mir mehr Zeit für jeden einzelnen nehme.

Aus Lust zum Schreiben werde ich weiterhin an der Fünf-Fragen-am-Fünften Aktion teilnehmen. Dies wird allerdings die einzige Jahresaktion werden, bei der ich dabei bin. Auch wenn mir die Mitmachaktionen wie #naehdirwas und 12x memade Spaß gemacht haben, erfreuen mich die kleinen kürzeren Sewalongs innerhalb eines Jahres mehr. Sie sind für mich flexibler gestaltbar und ich möchte mehr eigene (Näh-)Pläne verfolgen.

Das Problem meines Konsums

Im Rückblick schrieb ich bereits, dass ich in diesem Jahr viele persönliche Veränderungen durchlebt habe, die mich dazu bewegen in vielen Bereichen umzudenken. Dieses Jahr habe ich mich auch viel mit meinem eigenen Konsumverhalten auseinandergesetzt und festgestellt, dass ich damit sehr unzufrieden bin. Auch wenn ich schon lange darauf achte, in diesem Bereich nicht zu übertreiben, finde ich immer noch, dass ich viel zu viel habe, einkaufe und ich mich weiterhin von mehr Besitz trennen möchte. Dabei stört mich beim Nähen auch der Aspekt meines hohen Outputs im letzten Jahr. An dieser Stelle komme ich mit dem Blog in Bedrängnis, denn auf der einen Seite möchte ich auch weiterhin entsprechende Beiträge schreiben, in denen auch immer mal wieder was genähtes gezeigt wird. Schließlich lebt der Blog von Fortschritten. Andererseits komme ich zu dem Entschluss, dass ich eigentlich garnicht so viel an Kleidung brauche, ich folglich auch nicht mehr so viel an Kleidung nähen sollte. Beim Nachdenken über das, was ich von dem was ich genäht habe wirklich trage, ist es im Moment noch eher wenig, wobei ich zugeben muss, dass sich das eher auf die Kleidung bezieht, die ich anfangs des Jahres oder im Rahmen von (Jahres-) Sewalongs genäht habe. Hier sehe ich auch eine Verbindung zu meinem Nähverhalten im letzten Jahr. Ich habe viel genäht, schnell genäht, weil ich möglichst alles auf einmal ausprobieren wollte. Dabei ist das sorgfältige Arbeiten irgendwie auf der Strecke geblieben, was dazu führte, dass beim Nähen Fehler entstanden sind oder ich bestimmte Anpassungen nicht gemacht habe, die mein Kleidungsstück vielleicht tragbarer gemacht hätten. Auch das stört mich im Nachhinein sehr.

Qualität vor Quantität

Mein Kleiderschrank ist voll, doch ich trage kaum etwas daraus. Überwiegend aber das, was ich in der zweiten Hälfte des Jahres genäht habe. Zu guter letzt das leidige Thema Stoffkauf. Ich habe genug und hier muss ich mich jetzt bremsen. Doch eine einjährige „Stoffdiät“, wie es auf vielen Blog im letzten Jahr zu lesen gab, möchte ich auch nicht. Das ist mir zu viel Druck, den ich mich da aussetze, dann lieber wenig kaufen, dafür sehr bewusst und ausgewählt und von höherer Qualität. Gerne möchte ich es schaffen durch möglichst wenig Kleidung, die bestmöglich miteinander kombinierbar ist, durch das Jahr zu kommen. Dass ich nicht die einzige bin, die sich darüber Gedanken macht, wird dadurch bewiesen, dass es sogar einen Fachterminus dafür gibt: „Capsule Wardrobe“. Einiges davon gibt mein Kleiderschrank schon her. Anderes muss ich sicherlich noch besser planen. Wie genau weiß ich noch nicht, doch dieser Beitrag gibt mir schon einmal ein paar Anstöße, wie ich vorgehen könnte. Immerhin sind die neuesten Stoffe, die ich mir auf dem Stoffmarkt gekauft habe schon einmal sehr gut miteinander kombinierbar. Ein Zufall ist das nicht, denn den Gedanken Stoffe für einen einheitlichen Kleiderschrank zu kaufen, hatte ich da schon. Für die Schnitte, die ich hierfür verwenden möchte, habe ich auch schon eine Idee:

„Skandinavische Mode selbst genäht“

Schon lange habe ich den Wunsch eine Reise durch die skandinavischen Länder zu machen. Alles was ich von anderen Menschen, die dort unterwegs waren gehört habe klingt wundervoll. Die Bilder, die ich gesehen habe sind so eindrucksvoll. Jedoch gehört wohl eine ganze Menge Zeit und vielleicht auch Geld dazu, um diese Reise zu machen. Mindestens zweiteres gibt meine derzeitige Lebenslage nicht her, daher werde ich wohl noch eine Weile in Träumen und Gedanken schwelgen bis es soweit kommt. Doch ganz so einfach möchte ich es mir auch nicht machen. Wenn ich schon nicht dahin reisen kann, bringe ich Skandinavien doch einfach zu mir! So kam es, dass ich mir vor einigen Wochen das Buch „Skandinavische Mode selbst genäht“, von Annabel Benilan im Stiebner Verlag erschienen, kaufte. img_3602-1Auf der Suche nach interessanten Schnitten, die alltagstauglich aber mal ein bisschen anders sind und „das gewisse Etwas“ haben entdeckte ich es. Nicht nur, dass ich das Cover ansprechend und die Fotos mit den Models schon inspirierend fand. Nein, auch die Kleidungsstücke selber sehen auf den Fotos toll aus. Von mehr kann ich nun erstmal nicht ausgehen. Es sind insgesamt 23 Schnitte für Kleidungsstücke und ein Einkaufstaschenschnitt in dem Buch enthalten. Hier mal eine Übersicht über die Projekte im Buch. Das Inhaltsverzeichnis hält für jedes Projekt ein Bild bereit. Ich finde sowas immer sehr praktisch.

 

Die Modelle

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Ausschnitt aus dem Inhaltsverzeichnis

Allesamt sind die Outfits alltagstauglich und wie ich denke gut miteinander kombinierbar. Ein paar Favoriten habe ich bereits, von denen ich ausgehe, dass sie gut in meine Pläne passen. Die Anleitungen sind knapp gehalten, scheinen aber die wichtigsten Punkte anschaulich mit Skizzen zu erklären. Da die Schnittmuster selber eher schlicht gehalten sind, also auf die kleinste Menge an Teilen reduziert sind, hält sich der Arbeitsaufwand der ein oder anderen Kleidungsstücke wahrscheinlich auch in Grenzen. Die Schnitte kommen mit wenig und häufig vollkommen ohne Abnäher oder dergleichen aus und sind insgesamt eher kastig konzipiert. Das ist wahrlich geschmackssache. Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob mir dieser Stil an mir gefallen wird. daher muss ich es unbedingt ausprobieren. Die Chance, hier wenig gute Teile, die perfekt kombinierbar sind zu kreieren, liegt einfach zu sehr auf der Hand. In diesem Sinn greift das Buch meine Gedanken zu einer einheitlichen minimaleren Garderobe auf. Vielleicht kennt die ein oder andere dieses Buch bereits. Dann lasst mir gerne euer Feedback und eure Erfahrungen hier.

Die nächsten Schritte

In den nächsten Tagen werde ich mal meinen Kleiderschrank durchforsten und aussortieren, was ich trage, was nicht, was davon mit was kombinierbar ist und was mir wirklich noch fehlt. Dann heißt es zu überlegen, wie ich die aussortierten Sachen upcyclen kann, um sie vielleicht doch noch in den Schrank zu integrieren. Möglicherweise endet das ein oder andere Kleidungsstück auch als Probestoff. Mal sehen, denn eines kann ich mir nicht vormachen: Um eine Garderobe aus wenig Lieblingsstücken zu kreieren, werde ich bestimmt noch das ein oder andere ausprobieren müssen. Das heißt auch verbrauchen und konsumieren, bis ich die Schnitte und den Stil gefunden habe, die sich für mich langfristig bewähren. Doch ich kann mit der aussortierten Kleidung bestimmt zumindest den Konsum für Probestoff eindämmen. Auch bin ich zuversichtlich mit etwas bewussterem Nähen und mehr Zeit bei den (Schnittmuster-)Vorbereitungen, immer weniger Fehltritte zu produzieren. Das ist das, was mir am Ende wichtig ist.

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