Von Stilideen & Begriffen wie Moillektion

-Beitrag enthält unbezahlte, unbeauftragte Werbung wegen Bezugsquellennennung-

Hallo ihr Lieben,

nachdem ihr wisst, was ich in etwa noch zu meinem Schrank hinzufügen möchte, gehen wir heute gedanklich etwas weiter. Mein Kopf ist gerade voller Ideen, die nur so sprudeln und ich daher unbedingt niederschreiben muss. Meinen Kleiderschrank zu entleeren hat mir den Kopf wieder frei gemacht über Dinge und Stilmöglichkeiten nachzudenken, die ich vorher aus meinem Gedächtnis verbannt habe. Häufig, weil ich dachte es passt eh nicht zu dem Rest. Jetzt nochmal bei (fast) „null“ anzufangen ist wundervoll. Alles ist möglich. Ich bin ganz aufgeregt auf das Ausprobieren und gespannt wo mich das Ganze hinführt, denn in Sachen Stilfindung ist das hier Neuland.

Einführung in die „Moillektion“

Im letzten Beitrag fiel der Begriff „Kollektion“ und ich glaube eine gut geplante Capsule Warderobe ist tatsächlich so was wie die eigens zusammengestellte Kollektion. Wird die Kleidung wie bei uns Näherinnen selber gefertigt, nähert sich das der Idee vielleicht sogar noch einmal mehr an, weil alles noch viel individueller aufeinander abgestimmt werden kann und man nicht abhängig von Trends oder dem verfügbaren Angebot ist. Dennoch möchte ich nicht sagen, dass ich hier jetzt eine Kollektion entwerfe. Das kann ich auch garnicht. Sowas muss denke ich gelernt sein. Aber die Grundidee eines einheitlichen Konzeptes wie in einer Kollektion, in der die Teile zusammengehören verfolge ich schon. Klar, ist ja auch der Sinn von Capsule Wardrobe. Wenn ich ein Wort dafür schaffen müsste käme mir da spontan der Begriff von einer Moillektion (moi, franz.= Ich und ‚llektion von Kollektion). Klingt sogar ganz cool, wenn ich das mehrmals vor mich hin spreche.

Ich möchte es schaffen mit möglichst wenig Kleidung viele Outfits schaffen zu können, die mir entsprechen. Auf der Suche nach ersten Ideen bin ich dabei auf eine ziemlich coole Kollektion von den Modedesignern VETTA gestoßen, die sich scheinbar auf das Konzept Capsule Wardrobe spezialisiert haben. Bei der aktuellen Kollektion können aus fünf Kleidungsstücken 30 Outfits kombiniert werden. Das Besondere hierbei, wie ich finde: Die Outfits können einigermaßen saisonalübergreifend kombiniert werden, indem das Kleidungsstück immer mal wieder verändert wird.

Diese Kollektion hat mir einen echten Anstoß in Sachen Ideenentwicklung gegeben. Schwirrten vorher nur so Begriffe wie „Streifen“, „Blau-weiß“, „maritim“, „kastig“, „Rock“, „Wendekleidung“, „kombinierbar“ in meinem Kopf, kamen auf einmal Bilder und echte Ideen hinzu. So habe ich, um ein wenig Klarheit zu bekommen zunächst alle Begriffe, die mir bis dato einfielen, aufgeschrieben. Da ich ein visueller Typ bin, wollte ich meine Wünsche an meine neue Garderobe nicht nur in Worte fassen, sondern das Wesentliche auf den ersten Blick erkenntlich machen.

Erste Gedanken als Mindmap

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Das war besonders praktisch, weil es auch die Vorarbeit für den Capsule Wardrobe Workshop von Wearologie war, wie sich im nachhinein herausstellen sollte. Hier sollte nämlich sowas wie ein Moodboard entworfen werden. Die größten Stichwörter sind hier für mich convertible clothes und Wendekleidung. Ich weiß noch nicht ob und wenn wie mir das gelingen kann, aber die Art und Weise möchte ich schon versuchen mit bei mir einzubringen. Die Idee bei convertible clothes ist es, dass diese zu mehreren Outfits umgestaltet werden können, häufig durch Wickeltechnik und entsprechendes Drapieren am eigenen Körper. Stellt euch z.B. vor ihr drapiert ein großes Tuch so, dass ihr damit ein Kleid, einen Rock oder ein Knotenoberteil usw. tragen könntet. So in etwa. Allerdings habe ich im Rahmen der Convertible Clothes noch kein Beispiel gefunden, wie es mit meinen persönlichen Anforderungen an Wohlfühlkleidung vereinbar ist. Denn viele Variationen enden ärmellos, was ich zum Beispiel schon mal garnicht an mir mag. Aber ich stehe auf Kleidung, die beidseitig zu tragen ist und bin mir sicher, dass ich diesen Aspekt in jedem Fall mit aufnehmen kann. Besonders gut eignet sich sowas bei Röcken und Jacken, wie ich finde, aber auch Wende-Wickelkleider wären vielleicht eine Möglichkeit. Ebenso fügten sich noch ein paar Begriffe zum Thema Stil allgemein dazu. Meine Kleidung muss grundsätzlich etwas taillierter und figurbetonter sein. Wenn ich eines an mir gar nicht mag, dann ist es oversized Kleidung. Fühle ich mich selbst zu Hause nicht richtig wohl drin. Das könnte sich vielleicht mit „kastig“ schon wieder zu sehr beißen. Auch das muss ich einfach ausprobieren und an mir sehen, ob es gefällt. Ein paar Anregungen habe ich bereits auf meiner Pinnwand bei Pinterest gesammelt.

Muss ich auf Kleider verzichten?

Mein persönlich größtes Dilemma war der Gedanke mich von dem Wunsch abzufinden, viele Kleider zu haben. Ich liebe Kleider und diese möchte ich auch weiterhin in größerem Stil in meinem Kleiderschrank zulassen, denn darin fühle ich mich momentan am wohlsten. In Bezug auf eine Alljahresgarderobe kann es aber vielleicht auch wieder Probleme bringen. Wie kann ich also vor allem Kleider möglichst allwettertauglich, vor allem für den Winter, machen? Klar, Strumpfhosen aber an den Armen? Eine Cardiganjacke über Kleidung mit längerem Arm im Winter zu ziehen, fühlt sich für mich ganz furchtbar beim Tragen an. Ärmellose Kleider mit Cardigan wäre eine Option für den Winter, doch nicht für den Sommer, denn da mag ich keine ärmellosen Kleider. Auch andersherum, wenn der Pullover oder Shirts unter dem kurzärmeligen Kleid angezogen werden, mag ich an mir nicht. Pullover über ein Kurzarm-Kleid geht noch geradeso in Ausnahmefällen, den es bisher aber auch nur einmal gibt. Meinen Wohlfühlmodus zu finden, darum geht es ja hier. In gleichen Teilen Kurz- und Langarmkleider zu nähen wäre natürlich eine Option, schränkt aber auch die Kombinierbarkeit ein. Dann kommt hinzu, dass ich Maxikleider liebe und mich im Sommer in diesen am wohlsten fühle. Kein Nachdenken, wie ich mich hinsetzen/bücken/stehen sollte, ohne dass jemand sieht, was er nicht sehen soll. Doch Maxikleider im Winter? Ich weiß noch nicht.

Die Lösung?

Mir kam eine zündende Idee, als ich ein Kleid mit Wickelkragen sah: Es müsste anknöpfbare Ärmel vielleicht auch mit Kapuzen/Kragenteil für mein Kleid geben. Den Gedanken werde ich noch mal genauer verfolgen und überlegen, ob das so in der Art nicht umsetzbar ist. Vielleicht, ist es auch möglich einen Saum von innen mit Knöpfen zu erweitern und ihn im Sommer somit zum Maxikleid umzufunktionieren? Möglicherweise eine etwas verrückte Idee aber ich finde den Gedanken garnicht so blöd. Vielleicht habt ihr aber auch noch Anregungen, Schnittmustervorschläge oder Ideen, die ihr mir dazu hierlassen könnt/wollt?

Jetzt lasse ich euch mal mit meinen vielen Gedanken alleine. Nächstes Mal möchte ich den Gedanken, was für mich Wohlfühlkleidung ist noch mal etwas genauer behandeln. Bis dahin, eure

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