Fünf Fragen am Fünften – April 2019

-Beitrag enthält unbeauftragte, unbezahlte Werbung wegen Bezugsquellennennung- 

Hallo ihr Lieben,

hier sind Nics Fragen von der Bloggeraktion „Fünf Fragen am Fünften“ für den April. Von Zombiebissen, erste Freundschaften und „daily hassles“ aber auch ernsteren Themen wie der Umgang mit Traurigkeit und dem Verhalten bei virtuellen Gesprächen ist wieder viel dabei. Viel Spaß beim Lesen! 

1. Machst du oft mehrere Dinge gleichzeitig?

Oh ja, ich bin sehr gut darin viele Dinge gleichzeitig anzufangen und zeitversetzt weiter an ihnen zu arbeiten. Besonders im Haushalt ist es bei mir ganz extrem. Da wird schon mal nach der Hälfte der Abwasch links liegen gelassen, um eben schnell den Staub wegzusaugen, die Wäsche anzustellen, eine Großräumaktion zu starten oder das Bad zu putzen. Fertig wird es aber in der Zwischenzeit darf keiner die Wohnung betreten, weil alles kreuz und quer halb fertig herumliegt. Das würde so manchen sicherlich aufregen. Ich glaube mir ist es einfach zu langweilig mich eineinhalb Stunden lang mit der Gleichen Sache zu beschäftigen, so dass ich von einem ins andere springe, um mir dabei die Abwechslung zu schaffen. Nachteil daran ist, dass ich mich dabei gerne auch mal überfordere und nach vielen halben gleichzeitigen Projekten merke, dass die Luft plötzlich raus ist aber noch so ein riesiger Berg an halbangefangenen Sachen zu Ende gebracht werden möchte… Nun ja, die Balance zu finden ist sicherlich ein Ziel, das mich noch über die Jahre begleiten wird.

2. Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen? Hast du zu diesem Menschen heute noch Kontakt?

Meine erste Freundin lernte ich im Kindergarten kennen. Später gingen wir tatsächlich auch in eine Grundschule in dieselbe Klasse. Trotzdem wir auch viel unsere eigenen FreundInnen hatten, blieben wir doch lange unzertrennlich. Nach der Grundschule haben wir uns noch ein zwei Jahre lang gesehen, aber wie es manchmal so ist, haben wir uns schleichend auseinander entwickelt, als wir auf unterschiedliche Schulen wechselten und sich auch die Wohnorte änderten. Ich denke das ist auch vollkommen okay so. Die Jahre, die wir viel gemeinsam miteinander verbracht haben, waren ganz wundervoll. Daran erinnere ich mich gerne zurück.

3. Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht?

Eine spannende Frage, da es ja durchaus so sein soll, dass Menschen in virtuellen Welten schneller die Grenzen übersteigen, beleidigend werden und ein wichtiger Teil an Empathie in den Unterhaltungen zu fehlen scheint. Dinge, mit denen fast ein jeder in einem face-to-face Gespräch sensibler umzugehen scheint. Insgesamt glaube ich schon, dass in virtuellen Gesprächen eine Verrohung im Miteinander stattfindet. Was ich manchmal bei Kommentaren lese, meine Güte! Sicherlich ist es ein Nachteil, dass man die Reaktion des Anderen nicht sehen kann und dass die Kommunikation zeitversetzt ablaufen kann. Es kann so nerven auf eine Antwort warten zu müssen oder vielleicht sogar gar keine zu bekommen. Auch die eventuelle Anonymität ist nochmal ganz entscheidend. Das ist in einem persönlichen Gespräch anders. Da ist der/die Einzelne angreifbarer.

Der Größte Unterschied bei den beiden Kommunikationsformen ist für mich einmal die emotionale Ebene meiner Gefühle und einmal der kopflastige Teil, das „Nachdenken über“. Im virtuellen versuche ich so weit wie möglich beim Abschicken einer Nachricht zu überlegen, wie das was ich schreibe ankommen kann, ob da irgendwas in meinen Aussagen oder meiner Formulierung drin steckt, was den Gegenüber verletzen könnte. Ich versuche sachlich zu bleiben oder bei emotionalen Themen mit Ich-Formulierungen klar zu machen, dass ich den anderen nicht in seiner Person ablehne, auch wenn ich widerspreche. Insgesamt also eher „Nachdenken über“ was ich wie schreibe, wie es ankommen kann unter Einbeziehung meiner Gefühle. Auch nutze ich gerne Smileys, weil ich finde, dass sie den fehlenden Gesichtsausdruck, der ja eigentlich beim Sprechen so wichtig ist, zum Teil ganz gut ersetzen und so manchen Kontext bestimmen können. Immer gelingt das sicherlich nicht und es kommt auch zu Missverständnissen. Andererseits gibt es diese in einem Face-to-face Gespräch ja auch. Es möge der den ersten Stein werfen, der noch nicht den Gesichtsausdruck seines Gegenübers „falsch“ gedeutet hat.

Allerdings muss ich sagen, dass ich für mich gerade diesen Aspekt des zeitversetzten Gesprächs sehr vorteilhaft finde. Bei virtueller Kommunikation überlege ich viel mehr, was ich wie schreibe und wie es ankommen könnte. In der analogen Welt platze ich schon mal eher mit einer Aussage raus, über die ich im Nachhinein vielleicht doch noch einmal lieber hätte nachdenken wollen. Manchmal entsteht auch richtiger Zugzwang, wenn ich das Gefühl habe, von mir wird jetzt eine Position oder Antwort erwartet und zwar schnell! Da kann es in manchen Momenten schwieriger sein zu sagen, „da muss ich nochmal drüber nachdenken“. Eine Kommunikation von Angesicht-zu-Angesicht verläuft bei mir also eher emotional von meinen Gefühlen aus gesehen unter Einbeziehung des Nachdenkens über. Also genau anders herum, als die virtuelle. Ich hoffe ihr konntet da durchsteigen ;)

4. Vermeidest du bestimmte Musik, weil sie dich traurig macht?

Definitiv gibt es Musik, die mich traurig macht. Auch Musik, die mich in schwierige Zeiten emotional zurückversetzen kann. Ich versuche da jedes Mal zu unterscheiden woher diese Trauer kommt. Sind es Altlasten, schalte ich eher weiter, weil es nicht produktiv ist. Macht mich die Musik gerade in diesem Moment traurig versuche ich hinzuhören, woher die Trauer kommt und sie zu spüren. Dann gibt es vielleicht etwas aktuelles, womit ich mich auseinandersetzen sollte. Manchmal ist es aber garnicht so einfach zu unterscheiden, ob die Traurigkeit, die bei einer Musik entsteht nicht doch Bezug zu etwas tieferliegendem hat, was ich an für sich schon verarbeitet habe. Ich glaube auch das ist so eine Herausforderung für das ganze Leben: Unterscheiden zu lernen, was die eigentlichen Gefühle gerade im Jetzt sind und was die Gefühle zu Erinnerungen sind, die ich nicht mehr verändern kann und akzeptiere, weil sie zu mir gehören und mich zu dem machten der ich bin. Wie gut, dass sich die Stimmung auch bewusst in die andere fröhliche Richtung lenken lässt. Auch mit Musik :)

5. Wen würdest du als erstes beißen, wenn du ein Zombie wärst?

Haha :) Was für eine Frage. Tja, was würde denn mit dem anderen passieren, wenn ich ihn beiße? Ist das was gutes oder was schlechtes? Ich weiß es ehrlich gesagt so überhaupt nicht. Wenn das bedeuten würde, dass ich unvergänglich bin, dann wahrscheinlich meinen Mann. So könnte uns die Zeit später nicht mehr trennen… Wenn das nur schlechtes mit sich bringt, dann möchte ich das keinem antun.

Wenn ihr es bis hierhin durchgehalten habt, kann ich euch sagen, ihr habt es jetzt geschafft. :) Schön, dass ihr mitgelesen habt. Wie sieht es bei euch aus? Schaltet ihr bei trauriger Musik weg? Wen würdet ihr als Zombie beißen und wie steht es bei euch in Sachen virtueller Kommunikation? Habt ihr noch Kontakt mit eurer ersten Freundschaft und seid ihr auch eher der multitasker?

Macht es gut, eure

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