Jahresplanung mithilfe von Leitwörtern

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Hallo ihr Lieben,

heute wird es mal wieder persönlich. Ein neues Jahr heißt allgemein auch, zurück zu blicken auf das was war und neue Pläne zu machen. Der Jahreswechsel wird häufig als guter Zeitpunkt gesehen sich zu reflektieren, Wünsche für das nächste Jahr abzuleiten und oft in Form von Vorsätzen geplant. Doch sind wir  mal ehrlich. Das mit den Vorsätzen klappt doch meist eher schlecht als recht. Vielleicht, weil die Ziele zu hoch gesetzt sind, zu wenig Spielraum lassen oder man sich nach kurzer Zeit nicht mehr darin wieder findet. So zumindest geht es mir meist, wenn ich mir relativ konkretes für das zukünftige Jahr setzen wollte. Also habe ich letztes Jahr versucht, keine festen Ziele zu setzen. Insgesamt bin ich mit weniger Druck in das neue Jahr gestartet und kann sagen, dass ich mich besser auf mich konzentrieren und auf Neues einlassen konnte. Ob es jetzt genau daran lag sei mal dahin gestellt. Ich war ja auch ziemlich abgelenkt und beschäftigt. Aber da ich insgesamt sehr dazu neige, mich voll in etwas hineinzugeben, wenn ich es mir vorneheme, vermute ich da zumindest einen Zusammenhang. So weit so gut, doch am Ende diesen Jahres habe ich festgestellt, dass mir trotzdem eine Struktur fehlte, die mich begleitet.

Mit Leitwörtern durch das Jahr

Als ich also Anfang des Jahres bei Selmin auf dem Blog von ihrer Methode gelesen habe, wie sie ihr neues Jahr plant, dachte ich „Das ist es!“. Das probiere ich aus, denn das könnte was für mich sein! Denn sonst, plane ich weniger „nur weil ein neues Jahr angefangen hat“. Aber zurück: Selmin beschreibt, wie sie sich ein Leitwort festlegt, das sie in sämtlichen Lebensbereichen durch das Jahr begleiten soll. Durch das festlegen eines Mottos, gibt es also eher ein Grob- und weniger Feinziele. Das erlaubt mehr Interpretationsspielraum beim Reflektieren, mehr Flexibilität im Alltag. Die Feinziele könnten vielleicht eher mitten im Jahr kommen, wenn einem situationsbedingt etwas einfällt. Doch durch das Motto, wird beides immer wieder miteinander in Bezug gesetzt, sodass das „eigentliche“ nicht verloren geht. So lässt sich die Reflexion innerhalb und am Ende des Jahres auf einen Bereich fokussieren. „Fokus“ war im übrigen Selmins Leitwort für 2018. Wie sie das am Ende für sich genutzt hat und welche Schlussfolgerungen sie für sich gezogen hat, könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen. Wer noch nicht genau weiß, wie das Ganze in seiner Umsetzung funktionieren soll, wird ebenfalls bei Selmin fündig. Anhand ihres Leitwortes „Fokus“ zeigt sie nicht nur, wie die Methode angewendet werden könnte, sondern gibt auch eine kleine Planungshilfe mit, sein eigenes Leitwort für 2020 zu finden.

Tatsächlich musste ich garnicht lange darüber nachdenken, was ich mir von diesem Jahr wünsche. Mein Leitwort für 2020 könnte lauten: Gelassenheit.

Leitwort „Gelassenheit“

Wenn ich mir mein Jahr 2020 vorstelle wünsche ich mir für die Lebensbereiche persönlich, beruflich, Partnerschaft, Familie und Gesundheit folgendes:

Persönlich

Ich möchte wieder mehr innere Ruhe finden. Zu Anfang und Mitte letztens Jahres hat sich in meinen familiären Beziehungen viel verändert, was mich aufgewühlt hat. Strategien, die ich mir erarbeitet habe, um bei mir zu bleiben waren an der tagesordnung, damit ich das Gleichgewicht nicht verliere. In der zweiten Hälfte des Jahres ist das alles wieder ein wenig aus dem Fokus geraten. Da möchte ich gerne zurück, um wieder ausgeglichener zu sein. Zudem bin ich manchmal ziemlich streng zu mir selbst. Hier ist mein Wunsch vor allem mit mir selbst ein wenig gelassener zu werden und mich mehr auf das Positive zu konzentrieren. Und wenn es nur der Kaffegenuss am Morgen  ist, für den ich mir Zeit nehme.

Beruflich

Letztes Jahr habe ich den theoretischen Teil meines Studiums abgeschlossen. In der Regel erfolgt im Anschluss noch das praktische Anerkennungsjahr für die staatliche Anerkennung. Dies ist freiwillig, bringt jedoch einige  Vorteile mit sich, da sich dadurch neue Arbeitgeber und auch finanzielle Vorteile öffnen. Hier bin ich mir noch sehr unsicher, in welchem Arbeitsbereich ich mich einfinden möchte. Ein weiterer Knackpunkt sind im sozialen Sektor zudem die Arbeitsbedingungen. Gerade mit dem Kleinen möchte ich da eine planbarere und geregeltere Arbeitszeit haben. Dies schließt jedoch einige Berufszweige direkt aus, sodass die ohnehin schon knappe Stellenauswahl noch enger wird. Auch die Frage, ob ich bereits in diesem Jahr oder doch erst in nächstem Jahr starte, hängt davon ab, dass ich Gewissheit finde. Soll ich dieses Jahr direkt wieder einsteigen oder möchte ich noch ein Jahr länger warten? Ein weiteres Jahr warten könnte später finanziell und auch im Falle von Geschwistern Schwierigkeiten mit sich bringen. Im ersten Jahr starten würde heißen, den Kleinen in eine Betreuung zu geben, die ich, wenn wir überhaupt einen Platz bekämen, eigentlich so früh vermeiden möchte. Außerdem liebe ich die Zeit mit dem Kleinen und kann mir noch nicht vorstellen, von ihm so lange getrennt zu sein. Gleichzeitig möchte ich aber auch die Lücke zwischen Studienabschluss und (Wieder-)Einstieg nicht zu groß werden lassen. Diese ganzen Fragen setzen mich seit einem halben Jahr ganz schön unter Druck, denn die Bewerbungsfristen müssen ja auch eingehalten werden. Da möchte ich mir sicher sein, um keine Gelegenheit zu verprellen. Etwas Gelassenheit wünsche ich mir hier bei meiner eigenen Findungsphase. Auch dafür, die getroffene Entscheidung akzeptieren zu können.

Partnerschaft

Manchmal, wenn ich im Stress bin und einfach meine Ruhe haben möchte, fehlt mir die Gelassenheit meinem Mann so zu entgegnen, wie er es als der wundervollste Mensch an meiner Seite verdient hat. Dieses Jahr möchte ich weiterhin daran arbeiten, mich in diesen Momenten innerlich kurz zurückzunehmen und zu entschleunigen. Weil er auch so viel für mich tut und er es verdient hat, dass er das zurück bekommt.

Familie

Die Familie (ich meine damit die weiter gefasste, nicht meinen Mann und mein Kind) war für mich im letzten Jahr der größte Stressfaktor. Ist sie eigentlich immer noch. Selten habe ich sie als so wenig unterstützend erlebt. Da der Text ohnehin schon so lang ist, spare ich Kleinheiten an dieser Stelle aus. Ich kann mir vorstellen, dass es dazu sowieso noch bald persönlichen Content auf dem Blog geben wird. Einfach, weil ich mir das mal von der Seele schreiben möchte. Jedenfalls, wünsche ich mir auch hier mehr Gelassenheit. In dem Sinn, alles einfach auf mich zukommen zu lassen. Mich weniger von außen beeinflussen zu lassen, mehr Mut zu mir selbst und jetzt auch für meinen Sohn aufzubringen. Keine innere Mauer aufzubauen aber mit festen Füßen sturmfest auf dem Boden zu stehen. Das wütende Treiben des Sturms gelassen um mich herum zu beobachten, während ich einfach nur stehe.

Gesundheit

Hier und da haben sich meiner Ansicht nach ein paar Baustellen angesammelt. Ich wünsche mir hier wieder eine regelmäßige Achtung und Verfolgung meiner Aktivitäten, die zu meiner psychischen und körperlichen Gesundheit beitragen. Denn Sport ist für mich immer ein wichtiger Ausgleich gewesen, im letzten Jahr aber sehr auf der Strecke geblieben. Ebenso möchte ich meine Interessen neu finden.

Auch für meine psychische Gesundheit habe ich wie oben gesagt ein paar erarbeitete Methoden schleifen lassen. In den letzten Wochen habe ich wieder gemerkt, dass ich teilweise in alte Muster zurückfalle. Da möchte ich wieder mehr für mich sorgen, um innere Gelassenheit zu finden.

Wie handhabt ihr das: Setzt ihr euch Ziele im neuen Jahr oder lasst ihr es unbefangen auf euch zukommen?

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